Ingenieurbüro Thema beim 29. Treffen des Bayerischen Clusters Industrielle Biotechnologie
Ich durfte am 5. Mai 2026 der Einladung folgen, am 29. Treffen des Bayerischen Clusters Industrielle Biotechnologie der IBB Netzwerk GmbH bei der Fördergesellschaft IZB in Planegg/Martinsried bei München mit einem Impulsvortrag und anschließender Podiumsdiskussion teilzunehmen.
Einmal mehr durfte ich so davon berichten, dass wir auch in einem zu 100 % aus Erneuerbaren Energien gespeisten Energiesystem unser aktuell hohes Niveau der Versorgungssicherheit aufrechterhalten können. Mit den vier Säulen Netze (Ausbau, Umbau, Anpassung von Strom- und Gasnetzen), flexibler Erzeugung, flexiblem Verbrauch und Energiespeichern haben wir alle notwendigen technischen Voraussetzungen ausreichend weit entwickelt. Jetzt gilt es, den Systemwandel entschlossen voranzutreiben. Die Kopplung der Sektoren (Strom, Gas, Wärme, stoffliche Nutzung) wird in Zukunft immer wichtiger wobei auch die Biotechnologie, u.a. mit der biologischen Methanisierung eine Rolle spielen wird. Wie diese aussehen kann, beispielsweise durch die Aufbereitung von Rohbiogas oder Klärgas und Integration an Klärwerksstandorten habe ich im Vortrag gezeigt.
Bei der anschließenden politischen Diskussion mit Frau Kerstin Schreyer (MdL, Staatsministerin a.D.) und den anderen Vortragenden des Vormittags Dr. Michael Duetsch (CCChem – Carbon Chemistry Consulting), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Karl (FAU Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl Energieverfahrenstechnik) und Dr.-Ing. Hagen Hilse (GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH) war ein zentrales Thema, dass es der Politik nach wie vor oft an passenden Geschichten fehlt, welche die Menschen mitnehmen, den Menschen die Angst nehmen, die zwangsläufig aufkommt angesichts der tiefgreifenden Veränderung die mit der Abkehr von einer fossil geführten Wirtschaftsweise einhergeht die Grundlage unseres aktuellen Wohlstands ist. Einhellig versuchten wir auf dem Podium (u.a. mit einem in Reaktortechnik promovierten und einem in Reaktortechnik habilitierten Diskutanten), Frau Schreyer davon zu überzeugen, dass „Mini-Atomkraftwerke“ keine Lösung, sondern Ablenkung vom Wesentlichen sind. Sie sind weder klein, noch ungefährlich und haben ihre Fördergelder bekommen. Ihr Bau würde enorm viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen. Technologieoffenheit bedeutet in dem Zusammenhang, sie auch sein zu lassen wenn sich keiner findet, der sie auf den Markt bringen will und weitere Forschungsförderung in die anderen Optionen zu stecken.
Die Gute Nachricht ist doch: technologisch sind wir bereit für den Umbau des Energiesystems – wir brauchen dafür keine mit enormen Risiken und Langfristfolgen behaftete Atomkraft. Es gilt jetzt, im Sinne des identifizierten Bedarfs an guten Geschichten, das Positive am Wandel hervorzuheben. Die neuen Technologien, die Arbeitsplätze schaffen und sichern, der Zugewinn an Lebensqualität u.a. durch verbesserte Umweltbedingungen, die zunehmende Unabhängigkeit von (Energie-) Importen. Die vielen Erfolgsgeschichten die aus der Wirtschaft bereits erzählt werden können von Unternehmen, die schon vorangehen.






